Mit zunehmendem Alter kann eine erektile Dysfunktion auch als normal und physiologisch nachgesagt werden. So können Sie bereits vor Gemach Ihre Situation analysieren und Fragen formulieren, die Sie im Gespräch stellen möchten. Anfänglich helfen in diesem Augenblick offene Gespräche – einer der Partnerin oder dem Partner, mit anderen Männern, dabei Hausarzt oder Urologen. Gut beraten sein sprichst du mit deiner (Sex-)Partnerin oder deinem (Sex-)Partner darüber und ihr entscheidet gemeinsam. Wenn möglich, sollte die Partnerin respektive der Partner einbezogen werden. Auch bei HIV-Patienten unter Einnahme von Proteaseinhibitoren oder aber bei paralleler Medikation von Cimetidin, Ketokonazol oder Erythromycin sollte die Dosis langsam erhöht werden. Derzeit werden mehrere weitere PDE5-Hemmstoffe entwickelt und in Phase-III-Studien getestet. Unumstößlich sollte dann ein Urologe zu Rate gezogen werden. Dabei gelangt unausgewogen Blut durch die verengten Gefäße in den Schwellkörper des Penis. Statt rund 900 bar, wie bei Gallen- und Nierensteinzertrümmerungen üblich, führen Urologen die Stoßwellen am Penis jedoch nur mit rund 100 bar aus. Die Erfolgsraten liegen bei 67 Prozent (10 mg) beziehungsweise 81 Prozent (20 mg) bei einer Placeborate von 35 Prozent. Ebenso kommt es vor, dass Männer nach der Einnahme verschiedener Medikamente – etwas Antidepressiva oder Medikamente gegen Bluthochdruck – eine Erektionsschwäche erleiden.

25 % der Männer mit Erektionsstörungen haben einen unerkannten Diabetes. Und halb der Betroffenen wünscht, so zeigen es Studien, eine Therapie. Behandlungsbedarf besteht unumstößlich: Zwischen 20 und 30 Jahren tritt die erektile Dysfunktion bei 2,3 Prozent der Männer auf, zwischen 60 und 70 Jahren klagen erstaunlich die Hälfte der Männer (53,4 Prozent) über Erektionsstörungen. Ebenso sind bei Hypertonikern Gefäßschäden und damit auch Erektionsschwierigkeiten häufig: 68,3% aller Männer mit Bluthochdruck haben eine erektile Dysfunktion. Die Potenz ist von zentraler Bedeutung für ihre Identität als Mann. Wenn die Erektion nimmer richtig funktioniert, leidet das Selbstwertgefühl. Phosphodiesterase-5-Hemmer dürfen nicht mit Nitraten und verwandten Wirkstoffen kombiniert werden, weil dies zu der starken Blutdrucksenkung führen kann.

Männer mit Erektionsstörungen wurden primär zum Psychiater geschickt, weil man ihre Probleme als psychogen bedingt abtat. Die Ursachen für Erektionsstörungen sind sehr vielfältig. Für beide Partner erfüllender Sex wird schwieriger. Auch im Schlafzimmer. Und erotischer Sex erfordert eine stabile Erektion! Damit eine für den befriedigenden Sex ausreichende Erektion entsteht und aufrechterhalten bleibt, müssen verschiedene Körperstrukturen während der sexuellen Erregung miteinander harmonieren. Sildenafil ist ein spezifischer Phosphodiesterase-5-Hemmstoff und greift in die Entstehung der Erektion direkt am Penis ein, indem es die relaxierende Wirkung von NO auf den Schwellkörper verlängert. Mit 2 Stunden benötigt Tadalafil am längsten zum Erreichen der maximalen Plasmaspiegel, allerdings tritt die Wirkung auch hier häufig bereits nach 15 bis Zeitrahmen ein. Zwischen der Klinik und Poliklinik für Urologie und dem Institut und Poliklinik für Sexualforschung und Forensik besteht als gemeinsames zertifiziertes Trainingszentrum für Sexualmedizin eine engmaschige Kooperation, dadurch, dass hier eine optimale interdisziplinäre Betreuung erfolgen kann. Kommt es hier an einer stelle zu einer Störung, bleibt die Erektion aus. Ist der Patient der Low-Risk-Gruppe zuzuordnen, braucht keine kardiologische Abklärung vor einer Medikamentenverordnung vorgenommen zu werden. Vor der Verordnung der PDE-5-Hemmer sollte aber eine kardiologische Risikoabklärung erfolgen. Regulierung auf EU-Ebene hält Hoffmann von den Grünen für sinnvoll, aber die Bundesregierung dürfe dieses Argument verspielen, um sich komplett aus der Verantwortung zu ziehen.

Nervenerkrankungen wie ein Schlaganfall, Multiple Sklerose oder ein Bandscheibenvorfall sowie Entzündungen oder Operationen an der Prostata können ebenfalls für eine erektile Dysfunktion etwas an der Backe haben. So liegt die Ziffer der Männer, die nach einer operativen Entfernung der Prostata an erektiler Dysfunktionen leiden, bei 90 Prozent. Auch die rechtzeitige Überweisung an einen entsprechend spezialisierten Behandler könne die Wahrscheinlichkeit einer Amputation verringern. Gefäßdiagnostik am Penis sowie neurologische Untersuchungsverfahren zählen zur erweiterten Diagnostik bei erektiler Dysfunktion. Die Klinik und Poliklinik für Urologie bietet im Zusammenhang einer Spezialsprechstunde für erektile Dysfunktion eine umfassende evidenzbasierte Diagnostik und Therapie, die die möglichen körperlichen Ursachen einer Erektionsstörung untersucht und ggf. behandelt. Durch die Blockade von PDE-5 und die Stabilisierung von cGMP kommt es zur Verstärkung der Wirkung von Stickstoffoxid, was zu einer Entspannung der glatten Muskeln der Schwellkörper des Penis und zum Blutfluss zu den Geschlechtsorganen führt. Die Erfolgsraten liegen bei 66 Prozent (5 mg), 76 Prozent (10 mg) bis 80 Prozent (20 mg) bei einer Placeborate von 30 Prozent. In der Altersgruppe zwischen 50 und 59 Jahren sind bereits knapp sieben Prozent davon betroffen. Durch die guten Erfolge der PDE-5-Hemmer wird diese Reihenfolge die letzten Jahren aber „bedauerlicherweise missachtet“, schreiben die Leitlinien-Autoren.