Die Hauptangst eines Menschen mit einer schizoiden Persönlichkeitsstruktur sei, so Riemann, die Angst vor der Hingabe. Weil Selbstkritik und Selbstkontrolle nicht zu ihren Stärken gehören, sind sie auch in ihrem aggressiven Verhalten recht impulsiv und ungesteuert. Zitate, Sentenzen und Begriffe in ihrem geschichtlichen Zusammenhang, hrsg. von Kurt Böttcher u. a. Brian Fitzgerald: McCarthyism. The Red Scare (Snapshots in History). Tad Morgan: Reds: McCarthyism in Twentieth-Century America. ↑ a b Socialism in America. ↑ Socialist Party of America – Annual Membership Figures. ↑ a b Nick Abbe: Auf achse in die Tyrannei? Murray B. Levin: Political Hysteria in America: The Democratic Capacity for Repression. Kenneth D. Ackerman: Young J. Edgar: Hoover, the Red Scare, and the Assault on Civil Liberties.

Sie werden nach dem Angstmodell von Charles Spielberger seit 1966 auch als State-Angst und Trait-Angst bezeichnet. Zugleich stelle Aggression für sie die fast einzige Möglichkeit dar, gemäß eines aggredī (sich zubewegen auf) Kontakt zu anderen Menschen aufzunehmen. Gegenspieler der schizoiden Struktur sind nach Riemann depressive Persönlichkeiten. Daneben beschreibt Riemann, wie sich aus dieser Struktur Erkrankungen entwickeln könnten und welche Besonderheiten sie aufwiesen. Aus der Sicht anderer bezieht sich German Angst nicht auf die Intensität der Reaktion, sondern auf Themen, nämlich Bedenken und Vorsicht in Sicherheits- und Umweltfragen. Mehr als in den davor liegenden Zeiten der Entwicklung spielen hier Vorbilder aus der Welt der Erwachsenen eine zentrale Rolle. Das Buch, durchgehend ohne Spaß-Reinhardt-Verlag veröffentlicht, ist 2019 in 45. Auflage erschienen und wurde allein bis 2013 ungewöhnlich 967.000 Mal verkauft. Schizoiden Persönlichkeiten stehe im Großen und Ganzen keine sonst übliche Bandbreite aggressiver Reaktionen zur Verfügung. In den abschließenden Betrachtungen wird auf den großen „Unterschied des Reifegrades“ zwischen Verstand und Gefühl und zwischen Rationalität und Emotionalität hingewiesen, der für diese Persönlichkeiten charakteristisch sei. Zu Angstattacken kommt es, wenn körperliche Symptome, die erst einmal ungefährlich sind, als gefährlich oder bedrohlich eingestuft werden. Sich zu unterscheiden, anders zu denken und zu fühlen mobilisiert Angst, weil es als Entfernung und Entfremdung erlebt wird, sodass diese Menschen bemüht sind, alles sie Unterscheidende aufzugeben und sich anzupassen.

Angriffe, egal ob tatsächliche oder vermeintliche, würden stets als die „gesamte Existenz gefährdend“ erlebt. Und weil sie dem Augenblick den Vorzug vor Kontinuität geben, spielen sie Rollen und laufen Gefahr, nur eine Frage der Zeit nicht mehr zu wissen, „wer sie selbst sind“. Weil sie dem Kontakt mit anderen Menschen aus dem Weg gingen, lernten sie nicht, ihre Mitmenschen einzuschätzen, und deshalb blieben sie ihnen fremd. Mit den komplementären Stereotypen German Angst (englisch, etwa: „typisch deutsche Zögerlichkeit“) und German assertiveness (etwa: „typisch deutsche Überheblichkeit“) werden als charakteristisch empfundene, gesellschaftliche und politische, kollektive Verhaltensweisen der Deutschen bezeichnet. Sabine Bode: Die deutsche Krankheit – German Angst. Wenn der Deutsche beginnt, Angst partnerlos, wenn sich ihm die geheimnisvolle deutsche Angst ins Gebein schleicht, dann erst erregt er Schrecken und Mitgefühl. Mit einem Konzept wie „German Angst“ empfiehlt es sich also, äußerst vorsichtig umzugehen, weil, wie Neumann ausführt, ein in allen Massengesellschaften der Moderne zu beobachtendes Phänomen wie Angst nicht auf eine rein deutsche Veranlagung reduziert werden kann. In unserem Magazin erzählen wir Geschichten von Unternehmerinnen und fragen Expertinnen zu relevanten Themen, die moderne Frauen betreffen. Frauen erkranken zweimal häufiger als Männer an Panikstörungen. Insgesamt wurden infolge dieser später als Palmer Raids bezeichneten Aktion über 10.000 Menschen verhaftet – die bislang größte Massenverhaftung in der US-Geschichte – und die darunter befindlichen Ausländer mit dem Schiff nach Europa deportiert, darunter auch die bekannte Anarchistin und Friedensaktivistin Emma Goldman. Wir können nur versuchen, Gegenkräfte gegen sie zu entwickeln: Mut, Vertrauen, Erkenntnis, Macht, Hoffnung, Demut, Glaube und Liebe.

Sie ist, au contraire, noch größer geworden und beginnt, Nationen zu paralysieren und Menschen unfähig zu schaffen, sich frei zu entscheiden.“ Während er in Terror, Propaganda, in gemeinsam begangenen Verbrechen und in der Führeridentifizierung die Methoden ausmacht, mit der Angst politisch institutionalisiert wird, sieht er Deutschland nicht wirklich gefährdet, „weil die historische Erfahrung trotz aller Versuche, die Erinnerung an den Nationalsozialismus zu verdrängen, doch recht stark nachwirkt“. Heute kann der Begriff „Angst“ recht unspezifisch und oft ironisch für etwas Schauriges in der Populärkultur in Verwendung sein. Wegen ihres leicht störbaren Selbstwertgefühls sind sie schnell kränkbar und reagieren auf subjektiv erlebte Kränkungen recht heftig, auch mit Vorwürfen, die der Sache unbeschäftigt sein. Jedem begegnet auch die Angst vor ich meinerseits-Werdung, vor der Individuation, die den verschiedenen Formen ihres Auftretens als Gemeinsames die Angst vor der Einsamkeit hat. Eine Attacke kann wenige Minuten und sollte es hart auf hart kommen einige stunden anhalten – in der Mehrheit Panikattacken dauern jedoch nicht mehr als Zeitlang. Die Patienten leben manchmal in ständiger Angst vor der nächsten Attacke.