Sofern für sexuelle Dienstleistungen bei der Sexualassistenz Geld bezahlt wird (was der Regelfall ist), sind die Grenzen zur Prostitution fließend. Andererseits würde ein Verbot der Beschneidung männlicher Kinder einen Eingriff in die Religionsfreiheit von Muslimen, Juden und Angehöriger anderer Religionsgemeinschaften darstellen, die diesen Initiationsritus gebieten. Anderseits wurde im Juli 1933 in bestimmten Fällen eine Sterilisation unter aufsicht der Behörden gefördert und mit einer Änderung 1935 waren in diesen Fällen auch Abtreibungen möglich. Zu diesen Liebeserweisen gehöre in der Ehe in allererster Linie der „eheliche Akt“ als „Ritual“. ↑ Rudolf Balmer: Sex als „eheliche Pflicht“: Unvergleichlich unerfreulich. ↑ Anna Stommel: Käuflich. 2012 wurde eine Österreicherin „teilschuldig geschieden“, weil sie jahrelang den ehelichen Beischlaf verweigert hatte. 2021 wurde eine Französin „schuldig geschieden“, weil sie die Erfüllung ihrer „ehelichen Pflichten“ versäumt oder verweigert habe. Einmal weil ich finde, dass ein einziger Begriff unverhältnismäßig ist und auf der anderen Seite weil ich gelernt habe, dass Liebe ohne wirklichen Grund passiert. Nach neueren katholischen Vorstellungen haben beide Partner ein legitimes Interesse, „Beweise bzw. Bestätigungen der Liebe zu erlangen“.

In der Schweiz wird die Bezeichnung Sexuelle Integrität (Straftaten gegen die sexuelle Integrität) verwendet, und in Österreich finden sich beide Begriffe (Strafbare Handlungen gegen die sexuelle Integrität und Selbstbestimmung). Beide Methoden der Verhinderung der Geburt eines Kindes werden von etablierten Religionen so gut wie negativ bewertet. In der VR China werden derartige Methoden gegen Uiguren und Kasachen angewendet. Monadisch weiteren Wortsinn gehört zu den Methoden der „Geburtenkontrolle“ auch die Setzung abschreckender Anreize, etwa im Rahmen der Politik der bis 2015 praktizierten Ein-Kind-Politik in China. Monadisch engen Wortsinn bezeichnet der Begriff „Geburtenkontrolle“ ein Instrument einer antinatalistischen Politik eines Landes. Bei einer derartigen Politik auslösen Zwangssterilisationen und Zwangsabtreibungen. Auch miteinander verheirateten Heterosexuellen ist es geregelt einer religiös legitimierten traditionellen Sexualethik kriminell, andere sexuelle Praktiken als den vaginalen Geschlechtsverkehr in der Absicht auszuüben, Kinder zu zeugen, zumindest aber die Zeugung eines Kindes definitiv billigend in Kauf zu nehmen.

Menschen mit Behinderung, nun gar mit einer kognitiven Behinderung, wurden zunächst zwangsweise sterilisiert, ab 1940 als „lebensunwertes Leben“ für der Aktion T4 ermordet. Weltweit wurde der Wunsch von Menschen, die das Gefühl hatten, „im falschen Körper zu leben“ und dem jeweils anderen Geschlecht anzugehören, bis neulich als Ausdruck einer Persönlichkeitsstörung bewertet. Deine sexuelle Orientierung ist unbeschadet deiner Geschlechtsidentität – du kannst mit jedem Geschlecht jede sexuelle Orientierung haben und andersrum. Bisexualität: Bei dieser sexuellen Orientierung wird sexuelle Anziehung sowohl Angehörigen des eigenen als auch des anderen gegenüber empfunden. Sexuelle Selbstbestimmung schließt neben der Freiheit vor Übergriffen verbaler, nonverbaler und körperlicher Art sowohl die sexuelle Orientierung als auch die freie Wahl der (erwachsenen) Sexualpartner ein. Untrennbar weiteren Sinn werden unter „sexueller Selbstbestimmung“ neben „sexuellen Rechten“ (d. Diese umfasst neben der spezifischen Anamnese und einer gezielten Befunderhebung die Sexualanamnese sowie die Bestimmung ausgewählter Laborparameter (Testosteron, Prolaktin, Blutzucker, Blutfette). Die moderne Basisdiagnostik besteht erst recht in einer ausführlichen allgemeinen Anamnese mit Fragen nach möglichen Risikofaktoren, früheren Operationen und Verletzungen sowie der speziellen Sexualanamnese mit Fragen eingangs, Dauer und Schweregrad der Störung und der Sexualität des Paares.

Mit das Diagnose wird nicht die Homo-, Hetero- oder Bisexualität der Betroffenen als Gesundheitsbeschwerden klassifiziert, sondern die möglichen Folgen wie Ängste oder Depressionen, welche sich aus der Unsicherheit der sexuellen Orientierung ergeben können. Durch ICD-11 wurde der Komplex F64 (Störung der Geschlechtsidentität) gestrichen. Dadurch passt vielleicht eine sinn- und sachverwandtes Wort zu deiner sexuellen Orientierung und/oder Geschlechtsidentität besser, als die, die du bisher verwendet hast. In liberalen Demokratien setzte sich im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts weitgehend die Ansicht durch, dass jede Form sexuellen Verhaltens, die ausschließlich erwachsene einwilligungsfähige Personen einvernehmlich praktizieren, erlaubt sein solle, wenn weder Gewalt noch psychischer Druck ausgeübt werden und keine Rechte Dritter verletzt werden. 1966 stellte der Bundesgerichtshof fest, dass Ehegatten nicht nur verpflichtet seien, mit ihrem Partner den Geschlechtsakt auszuführen, sondern auch dazu, etwaige negative Gefühle nicht „in verletzender Form auszusprechen“. Deshalb muss die Frau ihrem Ehemann gehorchen, wenn er mit ihr verkehren möchte.“ Qaradawi warnt die Frauen davor, sich in diesem Punkt anders zu verhalten, sonst würden sie von Allah hart bestraft. Person verliebst die sich nicht gut und nicht schlecht als Frau oder Mann identifiziert? Etwa: Eine Frau begehrt Frauen. Extreme Formen hatte europäisch die Sanktionierung des sexuellen Verhaltens Unverheirateter im vom Katholizismus geprägten Irland, wo bis in die 1990er Jahre mehrere zehntausend Frauen in Heimen des Magdalenenordens (siehe Magdalenenheim), oft auf bloßen Verdacht hin, „unkeusch“ zu leben, zwangsweise festgehalten wurden und unbezahlte Arbeit verrichten mussten.